IPv4 vs. IPv6: Unterschiede, Vorteile und Umstieg
IPv6 ist der Nachfolger von IPv4 und löst dessen Adressknappheit. Viele Anschlüsse sind heute Dual‑Stack (beides gleichzeitig). Hier erfährst du kurz und klar die wichtigsten Unterschiede und wie du IPv6 aktivierst.
Adressformat
- IPv4: Dezimalpunkte, z.B.
93.184.216.34(~4,3 Mrd. Adressen). - IPv6: Hexadezimal, Doppelpunkte, z.B.
2001:db8::1(riesiger Adressraum).
Vorteile von IPv6
- Mehr Adressen: Kein Druck Adressen zu teilen/übersetzen (NAT) wie bei IPv4.
- Einfacheres Routing: Aggregation, effizientere Netze, bessere Multihoming‑Möglichkeiten.
- Auto‑Konfiguration: SLAAC/DHCPv6 vereinfachen Setups.
- Ende‑zu‑Ende‑Konnektivität: Erreichbarkeit ohne klassische Portweiterleitungen (Firewall beachten).
Privacy & Sicherheit
IPv6 unterstützt Privacy Extensions für wechselnde Interface‑IDs. Sicherheit bleibt Aufgabe der Firewall: Blocke eingehend standardmäßig, erlaube nur benötigte Dienste.
Aktiviere IPv6‑Privacy‑Extensions auf Clients, damit sich Interface‑IDs regelmäßig ändern. Eingehend schützt weiterhin eine Host‑/Router‑Firewall.
IPv6 aktivieren/prüfen
- Aktiviere IPv6 im Router (z.B. "IPv6 aktiv" in FRITZ!Box).
- Provider muss Dual‑Stack oder DS‑Lite anbieten.
- Prüfe auf ipbitte.de: Wird eine IPv6 angezeigt?
- Teste Erreichbarkeit/Firewall‑Regeln für gewünschte Dienste.
Häufige Stolpersteine
- CGNAT/DS‑Lite: IPv4 eingehend gesperrt – setze auf IPv6 oder Tunnel/Proxy.
- DNS: Vergiss AAAA DNS-Records nicht, wenn Dienste via IPv6 erreichbar sein sollen.
- Altgeräte/Software: Prüfe IPv6‑Support in Tools, Firewalls, Monitoring.