NAT: Typen und Auswirkungen auf Gaming/Hosting
NAT (Network Address Translation) übersetzt private IPv4‑Adressen ins Internet. Praktisch im Alltag, aber hinderlich für eingehende Verbindungen. Konsolen sprechen von Open/Moderate/Strict (Xbox) oder Typ 1/2/3 (PlayStation).
NAT‑Typen (vereinfacht)
- Open / Typ 1: Eingehend erreichbar, kaum Einschränkungen.
- Moderate / Typ 2: Meist via Portweiterleitungen/UPnP OK.
- Strict / Typ 3: Eingehend blockiert, P2P/Voice/Hosting problematisch.
Ursachen für Probleme
- Keine Portweiterleitung: Router blockt eingehend standardmäßig.
- UPnP aus: Automatische Freigaben funktionieren nicht.
- Double NAT: Zwei Router hintereinander (z.B. Providerbox + eigener Router).
- CGNAT/DS‑Lite: Öffentliche IPv4 geteilt, keine direkten Eingänge.
Lösungen
- UPnP aktivieren (mit Bewusstsein für Security) oder gezielt Ports weiterleiten.
- Bridge/Modem‑Modus: Provider‑Router in Bridge setzen, Double NAT vermeiden.
- Dual‑Stack/öffentliche IPv4 beim Provider buchen oder wechseln.
- IPv6 nutzen: Hosts direkt erreichbar machen (Firewall gezielt öffnen, AAAA‑DNS setzen).
- Tunnel/Proxy: Cloudflare Tunnel, Tailscale, FRP, VPS‑Reverse‑Proxy als Workaround.
Sicherheitshinweis
UPnP vereinfacht Portfreigaben, öffnet aber automatisch Ports für Anwendungen. Aktiviere es nur, wenn nötig, und halte Router/Clients aktuell.
Checkliste
- Ermittle deine öffentliche IP auf ipbitte.de und prüfe rDNS/Provider.
- Vergleiche Router‑WAN‑IP mit öffentlicher IP (CGNAT/Double NAT erkennbar).
- Aktiviere UPnP oder richte präzise Portfreigaben ein.
- Prüfe IPv6‑Erreichbarkeit und setze ggf. AAAA‑Records.