Blacklist-Check: Steht deine IP auf einer Spam-Liste?
Prüfe eine IPv4-Adresse gleichzeitig gegen 8 bekannte DNS-Blacklists (DNSBL), darunter Spamhaus, SpamCop und Barracuda. Wichtig für Mailserver-Betreiber, wenn E-Mails plötzlich nicht mehr ankommen.
Was ist eine DNSBL?
Eine DNS-Blacklist (DNSBL) ist ein Verzeichnis von IP-Adressen, die als Spam-Quelle aufgefallen sind. Mailserver fragen solche Listen bei jeder eingehenden E-Mail ab und lehnen Nachrichten von gelisteten Adressen ab oder sortieren sie in den Spam-Ordner. Die Abfrage funktioniert technisch über das DNS: Die IP wird umgedreht an die Zone der Liste angehängt und nachgeschlagen.
Für Betreiber von Mailservern gehört der regelmäßige Blick auf die wichtigsten Listen deshalb zur Pflege dazu. Schon ein einzelner Eintrag bei Spamhaus kann dazu führen, dass ein Großteil der ausgehenden Mails abgewiesen wird.
Diese Listen werden geprüft
- Spamhaus ZEN: Die mit Abstand einflussreichste Liste, kombiniert mehrere Spamhaus-Datenbanken.
- SpamCop: Basiert auf Spam-Meldungen echter Nutzer, Einträge laufen automatisch aus.
- Barracuda: Wird von vielen Firmen-Firewalls und Mail-Gateways verwendet.
- DroneBL, PSBL, Mailspike, UCEPROTECT-1, s5h.net: Kleinere, aber verbreitete Listen mit unterschiedlichen Kriterien.
Gelistet? So gehst du vor
- Ursache finden: Prüfe auf infizierte Geräte, offene Relays, unsichere Kontaktformulare oder gehackte Konten.
- Problem beheben: Erst wenn die Quelle abgestellt ist, hat ein Delisting-Antrag Erfolg.
- Delisting beantragen: Jeder Listenbetreiber hat dafür eine eigene Seite, meist unter dem Stichwort „Removal" oder „Delisting".
- Bei dynamischen IPs: Trenne die Verbindung und hole dir eine neue IP vom Provider, sofern dein Anschluss das hergibt.