Was ist eine IP-Adresse? Einfach erklärt
Eine IP-Adresse ist die Anschrift deines Geräts im Internet. So wie ein Brief nur ankommt, wenn Straße und Hausnummer stimmen, brauchen Datenpakete eine eindeutige Zieladresse. Ohne IP-Adressen wüsste kein Server, wohin er die angeforderte Webseite, das Video oder die E-Mail schicken soll.
Die Abkürzung IP steht für Internet Protocol, also das Regelwerk, nach dem Daten im Netz verschickt werden. Deine aktuelle Adresse kannst du dir jederzeit auf unserer Startseite anzeigen lassen.
Wie sieht eine IP-Adresse aus?
Es gibt zwei Versionen, die heute parallel im Einsatz sind:
- IPv4: Vier Zahlenblöcke von 0 bis 255, getrennt durch Punkte. Beispiel:
203.0.113.42. Damit sind rund 4,3 Milliarden Adressen möglich, was längst nicht mehr für alle Geräte weltweit reicht. - IPv6: Acht Blöcke aus Ziffern und Buchstaben, getrennt durch Doppelpunkte. Beispiel:
2001:db8::8a2e:370:7334. Der Adressraum ist praktisch unerschöpflich.
Die Unterschiede zwischen beiden Versionen und warum der Umstieg so lange dauert, erklären wir ausführlich im Artikel IPv4 vs. IPv6.
Öffentlich oder privat: zwei Arten von Adressen
Zuhause haben deine Geräte gleich zwei Adressen. Im Heimnetz vergibt der Router private Adressen wie 192.168.178.20, die nur intern gelten. Nach außen tritt dein gesamter Anschluss mit einer einzigen öffentlichen Adresse auf, die dein Provider zuteilt.
Der Router übersetzt zwischen beiden Welten (das nennt sich NAT, Network Address Translation). Deshalb sehen Websites nie dein einzelnes Gerät, sondern immer nur die öffentliche Adresse deines Anschlusses. Mehr dazu im Artikel Öffentliche vs. private IP.
Wer vergibt IP-Adressen?
Die Vergabe ist streng organisiert. Ganz oben verwaltet die IANA den weltweiten Adressraum und verteilt große Blöcke an fünf regionale Registrierungsstellen. Für Europa ist das die RIPE NCC mit Sitz in Amsterdam. Von dort erhalten Provider und große Unternehmen ihre Adressbereiche, aus denen sie einzelne Adressen an Kunden weitergeben.
Genau deshalb funktioniert auch die grobe Ortung über eine IP: Zu jedem Adressblock ist registriert, welchem Netzbetreiber er gehört. Wie gut das in der Praxis klappt, zeigt der Artikel über die Genauigkeit der IP-Ortung.
Was verrät meine IP-Adresse?
Aus einer IP-Adresse lassen sich der Provider, die ungefähre Region und technische Details wie der Reverse-DNS-Eintrag ablesen. Dein Name, deine genaue Adresse oder dein Surfverlauf stecken nicht darin. Eine ausführliche Einordnung findest du im Artikel Was verrät meine IP?